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Historie lebendig halten und erlebbar machen: Förderung von Kunst und Kultur im ländlichen Raum

Thüringen hat erstmals einen Verein, der privaten Denkmalbesitzern, eine fundamentale Plattform bietet. Am 15. November 2019 gründete sich die Interessengemeinschaft „Private Burgen, Schlösser und Gutsanlagen in Thüringen e.V.“ Der Verein will die zahlreichen privaten Besitzer vertreten, ihnen ein öffentliches Podium verschaffen und für Verständnis und Verantwortung für das besondere kulturelle Erbe werben.

Die Initiative für die Gründung gab eine Tagung im September 2019 in Schloss Kannawurf, auf der erstmals in Thüringen private Eigentümer über ihre Erfolge aber auch über ihre Sorgen beim Erhalt und der Pflege ihrer Baudenkmale zu Wort kamen.

In Thüringen gibt es neben den von der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten, der Stiftung Weimarer Klassik und den zahlreichen sich in kommunalem Eigentum befindlichen vorwiegend Residenzschlössern ca. 300 denkmalgeschützte Anlagen des ehemaligen Landadels in privater Hand. Sie stecken voller Geschichte und Tradition und sind wichtige Zeugnisse nicht nur der Wirtschafts-, Herrschafts- und Siedlungsgeschichte, sondern auch der Bau-und Kunstgeschichte des Landes.

Angesichts der wechselvollen Geschichte und der zum Teil tragischen Schicksale dieser Schlösser und Gutsanalgen in der Folge der 1945/46 in der Sowjetischen Besatzungszone durchgeführten Bodenreform haben sich die heutigen Eigentümer der Aufgabe verschrieben, den Bauten und Parkanlagen ihre Würde wieder zu geben und den Menschen in den Gemeinden das Gefühl zu vermitteln, an einem ganz bestimmten historischen Ort zu leben.

Zu den Aufgaben des Vereins zählen u.a. die Vernetzung der Eigentümer und ihr Erfahrungsaustausch bei der Erhaltung, Sanierung und Nutzung der denkmal­geschützten Gebäude und Parkanlagen. Dabei soll der Dialog mit staatlichen Denkmal­behörden und den zuständigen Ministerien der Landes­regierung nachhaltig und lösungs­orientiert geführt werden.

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Die ehrenamtliche Tätigkeit der Vereinsmitglieder soll langfristig durch die Zusammenarbeit mit Hochschulen und wissenschaftlichen Institutionen sowie Vereinigungen mit ähnlicher Zielsetzung eine inhaltliche Unterstützung finden.

Heute haben sich in den ehemaligen Gutsanlagen moderne land-und forstwirtschaftliche Betriebe etabliert; die stattlichen Schlösser und Herrenhäuser beherbergen anspruchs­volle Pensionen, Hofläden und sind größtenteils auch Orte der Bildung und Kultur, die sich in Zeiten des gesellschaftlichen Wandels auch für einen nachhaltigen sanften Tourismus prädestinieren.

Der Verein steht fest auf den Grundlagen unserer demokratischen Verfassung.

Mitgliedschaft

Dem Verein können ordentliche Mitglieder und außerordentliche Mitglieder, fördernde Mitglieder oder Ehrenmitglieder als natürliche und juristische Personen des Privaten Rechts angehören. Ordentliche Mitglieder sind Eigentümer eines Denkmals, das in der Denkmalliste des Freistaats Thüringen als Burg, Schloss, Herrenhaus, Gutshaus oder historische Gutsanlage bezeichnet ist. Außerordentliche Mitglieder sind solche, die nicht Eigentümer eines vorbezeichneten Denkmals sind. Fördernde Mitglieder sind von der Zahlung des Mitgliedsbeitrags befreit. Sie unterstützen den Verein bei der Erreichung der Vereinszwecke gem. § 2 der Satzung durch Spenden, deren Mindesthöhe der Vorstand beschließt. Die Aufnahme als ordentliches, außerordentliches oder als förderndes Vereinsmitglied erfolgt auf schriftlichen Antrag. Über den Antrag entscheidet der Vorstand abschließend. Personen, denen der Verein für herausragende ideelle Verdienste um den Vereinszweck besondere Hochachtung und Dankbarkeit erweisen will, können vom Vorstand und mit Zustimmung der Mitgliederversammlung durch einfache Mehrheit zu Ehrenmitgliedern ernannt werden. Der Verein steht fest auf den Grundlagen unserer demokratischen Verfassung.

Der Vorstand

Florian Kirfel-Rühle

Vorsitzender

  • 1972 geboren in Hannover
  • 1994 bis 2001 Architekturstudium in Weimar und Kopenhagen
  • 1995 Gründungsmitglied Förderverein Schloss Bedheim e.V.
  • 2001-2006 Tätigkeit als Architekt in Zürich
  • 2006 Übernahme Eigentum Schloss Bedheim in 8. Generation
  • 2006-2011 Wissenschaftlicher Mitarbeiter Bauhaus-Universität Weimar
  • 2010 Gründung Studio Gründer Kirfel mit Anika Gründer
  • 2011-2013 Wissenschaftliche Assistenz ETH Zürich
  • 2014 Berufung in den Bund Deutscher Architekten (BDA)
  • 2019 Mitglied im Stadtrat Römhild


Florian Kirfel-Rühle
Schloss 1 // 98630 Bedheim
Mobil // +49 (0) 178 1867062
E-Mail // mail@schloss.bedheim.de

Sabine Ortmann

1. Stellvertretende Vorsitzende

  • Geboren am 15.Juni 1953 in Erfurt
  • 1972 bis 1974 Volontariat in den Museen der Stadt Erfurt
  • 1974 bis 1979 Studium der Kunstgeschichte an der Karl-Marx-Universität Leipzig mit dem Abschluss als Diplom-Kuntswissenschaftler
  • 1979 bis 1981 wissenschaftliche Assistenz am Lehrstuhl Kulturwissenschaften an der Friedrich-Schiller-Universität Jena
  • 1982 bis 1989 wissenschaftliche Mitarbeiterin im Institut für Denkmalpflege, Arbeitsstelle Erfurt
  • Ab 1990 Tätigkeit als Hauptkonservatorin und Abteilungsleiterin im Thüringischen Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie mit Schwerpunkt Erfassung/Inventarisation der Kulturdenkmale
  • 1999 bis 2000 kommissarische Landeskonservatorin
  • Am 1.Februar 2020 Pensionierung


Sabine Ortmann
Bechsteinstraße 7 // 99096 Erfurt
Telefon // +49 (0) 361 21885445
Mobil // +49 (0) 174 3834371
E-Mail // ortmann1953@gmail.com

Max Buchholz

2. stellvertretender Vorsitzender

  • 1976 geboren in Bonn
  • 1996 Abitur Gustav-Stresemann-Gymnasium, Bad Wildungen
  • 1996 Grundwehrdienst
  • 2001 Berufsakademie Mannheim Abschluss zum Diplom Betriebswirt (BA)
  • 2002 Übernahme der Allianz Generalvertretung Buchholz in der 3.ten Generation
  • 2015 Kauf & Renovierung, Sanierung Schloß Eichicht


Familie Buchholz
Schloss Eichicht
Schlossstraße 1 // 07338 Kaulsdorf OT Eichicht
Telefon // +49 (0) 36733 246001
E-Mail // max.buchholz@schloss-eichicht.de
Website // www.schloss-eichicht.de
Website // www.max-buchholz.de

 

Thomas Bähr

Schriftführer

  • Geboren am 25.Juli 1967 in Mühlhausen/Thüringen
  • 1984 bis 1988 Berufsausbildung als Dachdecker und Tischler
  • 1989 bis 1994 Studium Bauingenieurwesen FH Erfurt, Abschluss als Diplom-Bauingenieur Hochbau
  • 1994 bis 1996 Studium Bauingenieurwesen TH Berlin, Abschluss als Diplom-Bauingenieur Tiefbau
  • 2004 bis 2007 Studium Organisationswissenschaften Universität Hildesheim, Abschluss M.A.
  • 1998 bis 2007 Redaktionsleitung, Heinze GmbH / Bertelsmann, AG / Springer STM
  • Seit 2007 Bereichsleiter Bestandserhaltung und digitale Langzeitarchivierung, Technische Informationsbibliothek Hannover
  • Seit 2017 Stifter und Vorstand der gemeinnützigen Stiftung Burg Tannroda


Thomas Bähr
Stiftung Burg Tannroda
Lindenberg 9 // 99438 Bad Berka
Mobil // +49 (0) 177 9751542
E-Mail // stiftung@burg-tannroda.de


Der Beirat

Georg v. Bismarck

  • 1933 geboren in Sollstedt/Südharz
  • 1954 Abitur Felix-Klein-Oberschule, Göttingen
  • 1954 Studium Maschinenbau TH Braunschweig, Abschluss Dipl.-Ing Fahrzeugtechnik
  • 1962 Anstellung Daimler-Benz AG Stuttgart
  • 1992 Vorruhestand, Kurz-Ausbildung zum Landwirt mit Zeugnis
  • 1992 Pachtvertrag des Gutsbetriebs Braunsroda des Großvaters Hans v. Trebra mit der Treuhandanstalt Berlin
  • Ab 1992 Öko-Landbau auf 215 ha in der G. v. Bismarck Ackerbau GbR
  • 1998 bis 2006 Rückkauf Gutshof und Ackerland, Renovierung des historischen Gutshauses
  • 2002 erste Ferienwohnung
  • 2004 Öffnung Gastronomie und weitere Übernachtungsmöglichkeiten
  • Ab 2004 monatliche Regionale Bauernmärkte auf dem historischen Gutshof mit rund 50 Vermarktern der Region
  • 2020 Aufgabe des Landwirtsberufs, Landverkauf an G. v. Bismarck Ackerbau GbR


Georg v. Bismarck
Heidelbergstr. 1 // 06577 An der Schmücke OT Braunsroda
Telefon // +49 (0) 34673 97974
Mobil // +49 (0) 172 3635343
E-Mail // georg-v.bismarck@t-onlline.de

Prof. Dr.-Ing. habil. Timo Mappes

  • 1976 geboren in Mannheim
  • 1996 Wehrdienst, 2./262 Fallschirmpanzerabwehr
  • 2000 Louisiana State University, Baton Rouge, LA, USA
  • 2006 Promotion im Maschinenbau, Universität Karlsruhe (TH)
  • 2010 Visiting Professor, Technical University of Denmark (DTU), Lyngby, DK
  • 2011 Professeur invité, Université de Franche-Comté, Besançon, FR
  • 2011 Habilitation, Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
  • 2012 Director Microscopic Imaging, Carl Zeiss AG
  • 2015 Senior Vice President Innovation, Carl Zeiss Vision International GmbH
  • 2018 Universitätsprofessor (W3) für Geschichte der Physik mit Schwerpunkt Wissenschaftskommunikation, Friedrich-Schiller-Universität Jena
  • 2018 Gründungsdirektor Deutsches Optisches Museum (D.O.M.)

 

Kauf des Herrenhauses des ehemaligen Ritterguts Thangelstedt im Sommer 2019, Beginn der umfänglichen Befundung und sorgfältigen denkmalpflegerischen Restaurierung im Winter 2019/20

Familie Mappes
Dorfstr. 1 // 99444 Blankenhain OT Thangelstedt
E-Mail // anfrage@schloesschen-thangelstedt.de

Dr. med. Andrè Haas

  • 1969 geboren in Kassel
  • 1989 Abitur am Albert-Schweitzer-Gymnasium Kassel
  • 1989 Eintritt in die Bundeswehr
  • 1991-1997 Studium der Humanmedizin an der Universität Rostock
  • 1997-1999 Bundeswehrkrankenhaus Hamm
  • 2000 Kosovoeinsatz
  • 2006 Niederlassung als Hausarzt in Neustadt/Südharz
  • 2011 Gründung des Palliativnetzwerkes "APANOR"
  • 2013 Kauf des "Neuen Schlosses" mit Verwalterhaus
  • 2017 Schenkung des Schlosses an neu gegründeten Verein
  • 2018 Abschluss der Sanierung des Verwalterhauses


Gemeinschaftspraxis Dres. Haas
Neustädter Ring 5 // 99768 Harztor OT Neustadt
Telefon // +49 (0) 36331 31450
E-Mail // info@arztpraxis-haas.de
Website // www.arztpraxis-haas.de


In der Presse

Raus aus dem Dornröschenschlaf

Interessengemeinschaft nimmt private Burgen, Schlösser und Gutsanlagen Thüringens in den Blick

„Die Thüringer Schlösserland­schaft steht im öffentlichen Fokus. Das große bauliche Erbe im kleinen Freistaat beschäftigt Kommunen, Politiker, Historiker und Welterbe-Spezialisten. Eher wenig Beachtung fanden bisher die Schlösser, Burgen und Guts­anlagen im privaten Besitz, mehr als 300 sollen es sein. Denkmal­geschützt allesamt, in unterschiedlichem Erhaltungs- und Nutzungs­zustand. [...]“ weiterlesen